Piratensender Powerplay

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Piratensender Powerplay Episode 38: "Ein Shitstorm wie ein Lotus"

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SHOWNOTES:
00:30: Guten tag, mein Name ist Friedemann Karig – und ich bin Schauspieler.

01:30: Ein paar Disclaimer, Ankündigungen und halbvolle Versprechungen. Und die Speisekarte.

07:00: Samira erklärt #allesdichtmachen, eine gesprochenes Medienkulturstudie, die ultimative halbe Stunde dazu.

36:00: Fmann versteht einiges nicht. "Shitstorm" beispielsweise nicht, so vom Konzept hinter der Idee her.

42:00: SEO erklärt nochmal die Grundlagen der Medienkompetenz in Krisenzeiten.

50:00: Service-Tipps von SEO für weniger ironische Video-Kampagnen aka bessere Mediendiät.

54:00: Fmann wurde dafür im Traum gefoltert. Aber das eigentliche Problem ist die Moralisierung so vieler Konflikte, weil sie politisch nicht bearbeitet werden. Es fehlen Entschlüse, Narrative und vor allem auch Entscheidungsgrundlagen. Wichtiger Text dazu: https://www.jmwiarda.de/2021/04/28/die-datenerhebungskatastrophe/

01:04:00: Immerhin gab es ein super Geruchtsurteil. Ratet welches!?!!?

Piratensender Powerplay, Episode 37: "Samira und die Sonntagsfrage (+Bonusmaterial zu #allesdichtmachen)"

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SHOWNOTES:

00:30: Begrüßung! ACAB SEO! Ton und Schnitt sind heute etwas anders, weil während der Aufnahme #allesdichtmachen reinplatzte, bitte verzeiht unsere leichte Unordnung.

01:30: Speisekarte: Kanzlerkandidatinnen, Kanzlerkandidatenkandidaten, Petitionen, USA.

05:00: Machtkampf Union, grüne Entschlossenheit. Was würde Samira wählen?

10:00: Wir wählen eh mit dem Bauch!

14:00: Baerbock als Kanzlerkandidatin – sind wir überrascht?

20:00: Ihre mangelnde Erfahrung, wieso reden alle darüber?

28:00: Und wie fanden wir das Interview von Robert Habeck?

40:00: Und wie den Abend mit Baerbock bei PRO7?

45:00: Ausgängsbeschränkungen – Chancen und Risiken.

53:00: NACHRICHT AUS DER ZUKUNFT: #allesdichtmachen als Bonusmaterial

1:30:00: Was ist eigentlich mit unserer Petition passiert?

1:30:03: Und zum Schluss ein letzter Blick in die USA.

Piratensender Powerplay, Episode 36: "Die magische Münze der Pandemie"

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SHOWNOTES:

00:30: Halli hallo halla, Konfuzia!

01:30: Wir sprechen heute über die Pandemie, aber irgendwie auch über das ganz ganz große Ganze. "Sozio-kognitiv" nennt Konfuzia die Antwort auf die Frage, warum Deutschland eigentlich so ein Problem mit kollektivistischer Pandemiebekämpfung hat.

05:30: Es geht auch um die alten Griechen, die USA, das christlich-dunkle Mittelalter und Konfuzius. Und endlich mal wieder über Deep Storys.

08:00: Wieso begann der mensch eigentlich, Geschichten zu erzählen? Problemlösung gegenüber Mammuts. Welterklärung gegenüber Bergen und Sternen.

10:00: Was wurde im antiken Griechenland dann erzählt? Selbstständigkeit, Individualismus, Ambition, Heldentum. Eine Frühform vom Tellerwäscher, der Millionär wird.

16:00: Und doch glaubten auch die alten Griechen an so etwas wie Vorsehung. Auftritt Ödipus und Achilles. Zwei unsterbliche Helden, von denen wir alles lernen können über die Narrative und das Selbst dieser Zeit.

22:30: Danach aber wurde es erstmal düster: die christliche Selbsterzählung handelt(e) vor allem von Leid und Sünde. In ihrer protestantisch-calvinistischen Ausprägungen vereinte sie erst viel später die griechische Ambition in sich und wurde in den USA zu einer Selbstwirksamkeitserzählung mit nahezu magischer Kraft: vom Tellerwäscher zum Millionär.

26:40: SKANDAL!!!!! Konfuzia behauptet, es bringe nichts eine Münze zu reiben, bevor man sie in den Automaten schmeißt. FAKE PODCAST!!!
Aber was diese infame Enthüllung uns zeigt: Gesellschaften geben sich die Erzählungen, besonders über das Selbst, die sie brauchen, um zurecht zu kommen in ihrem Kontext.

34:00: Chinesische Narrativik sieht wiederum ganz anders aus: kollektivistischer, multikausaler, multiperspektivisch. Und der gute alte Konfuzius hat damals genau das Gegenmodell zum Athener/Amerikaner entworfen: den in Harmonie aufgehenden Menschen.

41:00: Nach all der luftigen Theorien und Zeitreisen jetzt ein bisschen gegenwärtige Empirie über die unterschiedliche Wirklichkeitswahrnehmung von AmerikanerInnen und AsiatInnen. Es geht hier nun auch kurz mal um Fische, falls FischfreundInnen unter Euch sind.

42:40: Und damit sind wir in der Pandemie angekommen und dem unterschiedlichen Umgang mit individuellen Belastungen zum kollektiven Wohl. Spoiler: "Wir im Westen" tun uns viel schwerer damit. Wir wollen wissen, was wir für eine Zurücknahme unserer Ansprüche bekommen.

47:00: Die historisch katastrophalen Erfahrungen mit Kollektivkonzepten haben Deutschland noch misstrauischer gemacht gegenüber gesamtgesellschaftlichen Dynamiken. Und dadurch landen wir in der Pandemiebekämpfung im Uncanny Valley zwischen dem individualistisch-kapitalistischen USA und kollektivistisch-konfuzianische asiatischen Gesellschaften.

53:00: Eine strikte Quarantänepflicht wie in vielen asiatischen Ländern wäre hier deshalb undenkbar, aber nahezu genauso undenkbar wäre eine Enteignung einer Impfstoff-Fabrik nach einer Fehlproduktion, wie in den USA schon geschehen. Aber was wäre ein besserer Weg, der für uns doch auch möglich wäre?

55:00: Neuseeland, das Schweden des Pazifiks, hat eine Erzählung kultiviert, die alle drei Erzählmuster, die wir besprochen haben, in sich vereinen: ein Kollektiv aus 5 Millionen Champions, die für das große Ziel gemeinsam leidensfähig sind.

Piratensender Powerplay, Episode 35: "Das Narrativquartett der Titanic"

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SHOWNOTES

Wir sprechen über die hässlichsten Corona-Narrative und haben euch nach den Sätzen, Märchen, Erzählungen der Pandemie gefragt, die euch am meisten genervt, ermüdet oder verärgert haben - Danke für die Waschkörbe an Einsendungen! Außerdem gründen wir vielleicht eine C.O.V.I.D.-Partei.

07:51 „Wir werden einander verzeihen müssen“

09:58 „Eigenverantwortung“

22:33 Ausgleich zwischen Wirtschaft und Gesundheit

30:36 „Deutschland kommt ganz gut durch die Krise“ vs.
„Deutschland ist keine Insel“

39:05 „Impfen ist der einzige Ausweg“

47:22 „Vor dem Virus sind alle gleich“

58:20 „Konnte man alles nicht wissen / das Virus ist unberechenbar“

01:11:21 „Wir könnten schon längst durch sein“

1:13:27 „Die Pandemie ist eine Naturkatastrophe, die gemeinerweise über uns gekommen ist.“

Piratensender Powerplay, Episode 34: "Petting, Pornos, Petitionen"

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SHOWNOTES:
00:30: Eine etwas andere Begrüßung, aus Gründen.

04:30: Heute geht´s um die Petition, Pornos und angebliche Lockerungsdiskussionsorgienwünsche.

06:00: Also: wie lief das mit der Petition, warum und was passiert als nächstes?

08:45: Die Kommentare zur Petition sagen eigentlich alles. Schaut euch die unbedingt an.

12:30: Was waren die Reaktionen und Gegenargumente? Und wieso haben wir keine konkreten Maßnahmen gefordert?

23:20: Wie geht es jetzt weiter? Gute Frage. Wir brauchen jedenfalls noch ca. 4900000 Stimmen.

27:00: Dabei gibt es eigentlich eine Mehrheit für den Lockdown. Wieso wird die ignoriert? Was sind da für Wahrnehmungsverzerrungen am Start?

31:00: Dr. Samira hat das schonmal erforscht. Nur mit Pornos. Endlich mal Pornos im PP!!

38:00: Was bedeutet das jetzt für Porona? Herdplatten überall.

46:30: Samira war auf einer Beisetzung. Der Rest ist Stille.

Petitionssender Powerplay: Unterzeichnet unsere Petition, bitte!

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Wir fordern die Bundesregierung und alle Landesregierungen auf: beschließen Sie sofort einen strikten, kurzen Lockdown, statt erneut zu zögern – und in der Konsequenz ebenso strikte, aber längere Schließungen vornehmen zu müssen. Denn in dieser dritten und bislang vielleicht gefährlichsten Welle der Pandemie zeichnet sich ab, was uns viele ExpertInnen und ihre Modelle immer wieder genau berechnen konnten: eher früher als später werden die Infektionszahlen, und damit nachgelagert die Intensivbettenauslastung und Todeszahlen so hoch steigen, dass ein Lockdown unausweichlich ist.

Piratensender Powerplay, Episode 33: "Das Manifest des Pandemismus"

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Shownotes:

00:30: Hello, hello, turn your Radio on. Die Quarantäne des Kokolores ist wieder da.

01:30: Wir sprechen heute "nur" über ein Thema: Das "Manifest für eine offene Gesellschaft". Warum? Weil man daran alles an Diskurs ablesen kann. vertraut uns. Wird gut.

07:00: Kurzer Test: Wer liest eigentlich diese Shownotes? Wir glauben ja: nur Leute, die den Podcast gar nicht hören weil keine Zeit für eine Stunde Geschwätz. Haben wir Recht oder nicht? Schreibt uns!

16:00: Die eigene Position als Minderheit oder schwach zu setzen, wirkt wie eine erste Diskursverzerrung. Wie entstand das Manifest eigentlich? Franziska Augstein weiß es.

19:40: Ganz, ganz viel an diesem Manifest kann man nur unterstützen. Ein offener Dialog ist wichtig. Aber "ohne Angst"? Wer hat denn wirklich Angst im Diskurs? Und vor was genau?

21:30 Man muss zwei Ebenen aufteilen wie bei Super Mario: Meta und Meso. Also: was sollen wir tun? Und wie besprechen wir das? Kann es sein, dass wenn Super Mario im Sachdiskurs nicht weiterkommt, er gerne auf die Metaebene springt?

27:20: Es geht manifestisch ein bisschen drunter und drüber, irgendwann sagt Samira "Cancel Culture", und dann weiß sie schon wieder mehr zum Hintergrund. Aber es bleibt "hochgradig trivial".

33:50: Und das Timing war speziell: mitten in eine Woche erneut katastrophaler Pandemiepolitik knallt so ein Manifest nochmal anders. Das Sprechtempo steigt weiter.

37:00: Wie kommt eine komplett verschiedene Realitätswahrnehmung, zu Schrödingers Lockdown, der gleichzeitig viel zu hart ist und gar nicht existiert?

40:00: Vielleicht geht es auch um etwas ganz anderes, handfesteres: nämlich um eine konkrete Bedrohung, um ein Risiko, mit dem wir operieren. Na, liest du immer noch? Und hörst du auch?

43:20: Eigentlich geht es doch um eine simple, brutale Frage: wie viele Tote nehmen wir in Kauf? Das ist die Leerstelle des Diskurses, um die wir alle herumtanzen.

46:30: Was heißt "mit dem Virus leben"? Ein paar hundert Tote am Tag.

51:20: Und die Schutzbefohlenen, wie mündig sind sie? Das Manifest zitiert Michel de Montaigne. Das lohnt sich nachzulesen, so oder so. Und wir verabschieden uns.

Piratensender Powerplay, Episode 32: "Jens Spahns ganz besondere Apotheken-Umschau"

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SHOWNOTES:
00:30: Hallo!

01:30: Heute gehts um Mallorca, Berlin, Atlanta. Um Apotheken, Beauty-Salons, Bücher.

05:30: Würden wir momentan nach Mallorca fliegen? Eine Frage der Moral am Frau Samira. Antwort: jein.

07:30: Herr Friedemann so ähnlich, Stichwort Ambiguitätstoleranz, denn der pandemische Wahnsinn liegt natürlich eher woanders.

15:00: Jetzt aber zu Jens Spahn und dem AstraZeneca-Stop. Ghostwriterin Samira zerpflückt die Krisenkommunikation.

25:00: Friedemann möchte bitte über Haftung sprechen. Und über das systemische Problem der Entscheider*innen damit.

31:00: Apotheken. Masken. Milliarden. Samira ist zu müde, um sauer zu sein. Friedemann gibt gratis Sarkasmus an alle Bedürftigen ab.

38:00: Die Morde von Atlanta und die Intersektionalität.

47:00: Incels und die Aggression sexueller Frustration.

52:00: Ein linksliberaler Backlash gegen Identitätspolitik?

55:00: Normalität als Problem. Frankreichs Deep Story und die Assimilation.

1:01:00: Und das nochmal in Deutschland: der Progressivitätsdruck von links überfordert viele Linke.

Piratensender Powerplay, Episode 31: "Buy yourself a Bundeskanzlerin!"

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SHOWNOTES:

00:30: Bestechende Begrüßungen!

01:30: Heute dreht sich alles um Korruption, bisschen Corona, #Nazihintergrund und auch ein ganz kleines bisschen über Compliance.

04:00: Samira findet diese ganze Korruption "kackendreist". Zurecht.

12:30: Aber, gute Nachrichten, wir haben einen Plan für ein neues, besseres Deutschland: Samira wird Kanzlerin, Friedemann alles andere.

14:00: Aber was ist denn da mit Aserbaidschan los? Wieso kaufen die die halbe Union? Jedenfalls ist momentan großer Demokratie-Sale, Los Wochos im Bundestag, alle müssen raus.

19:00: Worüber regt man sich eigentlich bei den anderen Parteien auf? Über Meinungsänderungen und Interview-Blackouts. Natürlich mindestens genauso schlimm wie Korruption, klar.

22:00: Wieso "passiert" sowas eher bei der Union? Und wie gehen wir eigentlich mit Vorbildlichkeit in der Politik um? Und wieso können die so schlecht mit Politik?

Piratensender Powerplay, Episode 30: "Task Force Thierse"

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SHOWNOTES:

00:40: Herzlich Willkommen beim P-RANTEN-sender Sauerplay.

01:30: Worüber wir heute sprechen: C und CC und C (wenn man Corruption so schreibt, ah ne, CDU war´s!). Und auch eine erfreuliche Nachricht.

02:30: Crowdfunding-Idee: Wir kaufen uns Abgeordnete, um das Grundeinkommen durchzusetzen. Macht ihr mit?

05:00: Halleluja, Samira ist sauer: Spahn und Scheuer als Taskforce-Chefs, das muss alles ein riesiger Witz sein. Friedemann aber auch. Also: Einmal quer durch den Irrsinn dieser Pandemiewoche.

14:40: Deutschlands Ordnungsliebe und Verwaltbarkeit, die sonst oft eine Kraft ist, ist eine riesige Schwäche, weil sie so unflexibel ist. Man löst nicht Probleme, man verwaltet sie. Stichwort "Notbremse".

17:20: Deutschland lernt momentan viel über sich selbst. Aber nichts gutes. Organisation, Innovation, Entschlusskraft – viel drauf eingebildet, erschreckend wenig drauf. Der einzige, der zufrieder ist, heißt Peter Altmair. Spätestens jetzt sollte man misstrauisch werden.

27:30: Friedemann war beim Friseur, und dem geht´s nicht gut (Grüße Dustin!). So langsam geht´s allen an den Kragen, mindestens wirtschaftlich. Wie können da Menschen die Impfung verschmähen?

34:40: Identitätspolitik, Cancel Culture, Wolfgang Thierse, Amanda Gorman. Mehr Shownotes folgen später!

Über diesen Podcast

Piratensender Powerplay – das Gespräch am Ende der Woche. Mit Samira El Ouassil und Friedemann Karig.

von und mit Samira El Ouassil, Friedemann Karig

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